nur mal Birne wechseln

Vorgestern fuhr ein Bekannter vor mir her und teilte mir dann mit, mein linkes Fahrlicht sei defekt.
Zum Glück hatte ich noch eine H4-Kombibirne, so dass die Sache schnell gehen sollte. Man kommt bei der Mia einigermaßen gut an die Scheinwerferbirnen, indem man die Frontblende entfernt, dann hinter den Scheinwerfer greift und (blind) den 3-poligen Stecker abzieht und danach den Bajonett-Verschluss durch eine Vierteldrehung nach links löst. (Nur bei meiner Mia ist es etwas schwieriger, weil das Rohr der Zusatzlüftung im Weg ist.)
Dennoch: Die neue Birne ist schnell drin, dann einschalten und … oh, weiterhin kein Fahrlicht. Nächster Schritt ist, die zugehörige Sicherung zu prüfen. Tatsächlich war diese (F35) durchgebrannt.

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Nun überlegte ich, ob die alte Birne überhaupt defekt war. Tatsächlich zeigte die Widerstandsmessung Durchgang (< 1 Ohm) und beim Test an einem Netzteil leuchteten beide Glühwendel.- Allerdings kann mein Netzteil nur etwa 2,5A Maximalstrom, wodurch nur die halbe Leistung der Glühbirne erreicht wird.
Also baute ich die alte Birne wieder ein, neue Sicherung rein, einschalten und … kein Licht. Und die Sicherung war wieder durchgebrannt. Nun testete ich alles mit neuer Sicherung aber ohne Birne, um einen Masseschluss des Kabels auszuschließen. Die Sicherung blieb heile. Wieder die neue Glühbirne eingebaut – alles geht.

Die Erkenntnis auf Umwegen ist also: Glühbirnen sind tückisch, weil sie im kalten Zustand gut leiten. Meine Birne hatte offensichtlich einen internen Kurzschluss nur bei voller Leistung: Kommt selten vor, aber manchmal eben doch …

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Turbulenzen

Der Markt für elektrische Kleinwagen kommt in Bewegung … leider auch mit Negativ-Schlagzeilen:

  • Sono Motors versucht mit einem gewaltigen Crown Funding die nötigen Mittel für einen Produktionsstart des Sion zu beschaffen.
  • Selbst e.Go Mobile war am Trudeln.
  • Die Mia 1.5 ist nicht in trockenen Tüchern.
  • Gleichzeitig sind interessante Autos wie der Skoda Citigo e, der Seat Mii electric, der VW e-Up und der elektrische Smart schon bestellbar und in den nächsten Monaten auch lieferbar – in Deutschland zu Preisen ab etwa EUR 15.000 mit der neuen Förderung.

Es dürfte also ein interessantes Jahr werden …

Zentralverriegelung

Ärgerliche Fehlfunktionen kommen oft zur Winterzeit, wenn man nicht so gerne außen am Fahrzeug schraubt: Bei meiner Mia ließ sich vor einigen Tagen die rechte Schiebetür von außen nicht mehr öffnen, wohl aber weiterhin von innen.
Damit war schon klar, dass das Problem mit der Zentralverriegelung (ZV) zu tun hat, denn der Öffner im Inneren des Fahrzeuges „überfährt“ auch eine nicht funktionierende ZV.

Sogleich kamen mir natürlich Bedenken, weil in meiner Mia ja eine Retrofit-ZV eingebaut ist. Da aber rechts weiterhin ein dumpfes Schaltgeräusch zu hören war, links jedoch ein kräftiges, deutete alles auf den Stellantrieb im Türschloss hin.

Alles musste der Kotflügel wieder ab – zum Glück weiß ich ja inzwischen, wie es geht. Dann kommt die Türfalle zum Vorschein, und durch Hochklappen des schwarzen Kunststoffdeckels wird die komplette Schließmechanik freigelegt. Das ist bei der Mia eine clevere Lösung: Indem dort sämtliche Schließfunktionen zusammengefasst sind, benötigt man keinerlei Hebel, Schalter oder Stromkabel an der Schiebetür selbst.

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Ein zylindrischer Nocken auf einer Kulisse verhindert oder erlaubt das Öffnen der Tür. Dieser wird von einem 12V-Stellantrieb (s. Bild) nach links und rechts geschoben. Man kann das schön im geöffneten Zustand beobachten. Der Antrieb wird mit einen grünen und einem blauen Kabel versorgt. Bei jeder Umpolung der Spannung springt der Riegel mit deutlichem Geräusch in eine der beiden Endpositionen. Bei mir sprang er nur bis zur Mittelstellung und lieferte damit die Erkenntnis: Der Stellantrieb muss ausgetauscht werden. Nun weiß ich nicht, ob in meiner Mia noch das Standardteil eingebaut ist, auf jeden Fall ist für meinen Stellantrieb ein Ersatz im Internet problemlos und preiswert zu finden. Auch der Austausch ist simpel: Die Mutter am Mitnehmer und zwei Blechschrauben lösen, dann den neuen Antrieb einsetzen, gerade halten und anschrauben. Es darf nichts verkanten. Das Auge der Zugstange musste ich vorher etwas aufbohren.

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Etwas Aufmerksamkeit muss man der Mutter („X“) an der Schiebekulisse schenken: Diese ist im Langloch so zu positionieren, dass der Stellantrieb auch beim rechten Anschlag noch nicht in seiner Endposition ist, d.h. also etwas „über das Ziel hinaus“ zieht.

nasser Himmel

Dach_Wasser_SpurMeine Mia steht beim Parken zu Hause immer etwas nach vorne geneigt.

Regenwasser läuft also entlang der Mittelsenke des Daches vor zum Stoß zwischen Dach- und Frontbeplankung. Dort hat es bei mir einen Weg gefunden, nach innen durchzudringen: Irgendwo hinter der Antennen-Durchführung tröpfelt es auf das innere Blech des Sandwich-Daches. Es sammelt sich dann in der Senke des Dachhimmels und kommt beim nächsten  rückwärts Losfahren an den B-Säulen raus.

 

Um der Sache auf den Grund zu gehen, habe ich den vorderen Dachhimmel herausgenommen, was bei der Mia recht einfach geht.

Dach_MinileckIch sehe dann direkt eine Stelle am Stoß von zwei Kunststoffteilen, wo es hereintropft (Pfeil) – aber es gibt wohl noch mehr Lecks weiter hinten und dadurch nicht mehr einsehbar.
Die Tropfen sammeln sich dann unterhalb des Vierkant-Querholmes (Kreis im Bild).

Das Kunstoffdach und die Frontpartie der Mia treffen sich in einer U-förmigen „Wanne“ oberhalb des Querholmes. Dort liegt eine Dichtungsschnur für das Dachteil und parallel eine für das Frontteil. Beide können undicht werden. Wie man im Bild sieht, gab es bereits einen Versuch, eine der Überlappungen abzudichten. Da man die hintere Dichtung gar nicht erreichen kann, ist eine Abdichtung von innen fast unmöglich.

P1000576Ich habe mich deshalb entschlossen, den ganzen Spalt von außen abzudichten. Dazu verwende ich ein weißes haftstarkes und UV-beständiges Dichtmittel.

 

Der erste Starkregen zeigte: Momentan bleibt es innen trocken.

Bremsscheibe

Nach dem Singsang der Scheibenbremsen tritt nun ein rhythmisches Schleifen am linken Vorderrad auf, und neuerdings kommt noch ein Rumpeln beim Abbremsen hinzu. Diagnose aller Fachleute: Die Bremsscheibe ist wellig. Das passiert oft durch Überhitzung – aber dieser Grund ist wohl bei der Mia als „Spar-Bremser“ auszuschließen. Nichtsdestotrotz, der Fehler muss behoben werden. Auf Anraten von Peter aus der Werkstatt in Mainz (danke!) habe ich den Weg gewählt, die Scheibe auf einer Drehbank leicht überdrehen zu lassen.
Dabei bitte beachten: Eingriffe an der Bremsanlage bergen immer das Risiko lebensgefährlicher Fehler. Falls die nötige Erfahrung fehlt, sollten solche Arbeiten von einer Fachwerkstatt durchgeführt werden (danke, Jan).

Bremsscheibe_L

Die Demontage der Drehscheibe ist gar nicht schwierig: Nach Abnehmen des Rades findet man hinten an der Bremszange zwei Schrauben, die sich am besten mit einem 15er-Ringschlüssel lösen lassen. Ohne die Bremsklötze auszubauen, kann man dann den Halter zur Seite ziehen und dabei sofort mit einem Draht z.B. oben an der Spiralfeder der Achse aufhängen, damit nicht der Bremsschlauch das Gewicht tragen muss.

Bremszange_Halter

Danach wird die frontale Imbus-Schraube gelöst und der Bremsscheiben-„Dom“ mit leichten Hammerschlägen gelockert. Danach kann man die Scheibe vom Achszapfen abziehen und mit einer Drahtbürste entrosten.

Meine Scheibe wurde dann bei einem Metallbearbeiter um knapp 1/10 mm auf beiden Seiten abgedreht. Dabei ist genau fluchtende Einspannung nötig, damit die Scheibe nicht bei dieser Behandlung erst recht schief wird.

Bremsscheibe_abgedrehtSchließlich kann die Scheibe in umgekehrter Reifenfolge wieder montiert werden.
Eigentlich sollten dabei auch die Bremsklötze erneuert werden, aber das habe ich mir gespart. Bei den ersten Testfahrten war jedenfalls das Problem behoben.